Bekannt aus dem Radio FM4, der "Donnerstag (Dienstag) Nacht" im ORF, etlichen Konzerten sowie diversen Preisen, erweisen uns Binder & Krieglstein (Ö) sowie Rainer von Vielen (D) am 2. November 2012 im Bauhof Pettenbach die Ehre. Beide präsentieren Sie sich mit neuem Album im Gepäck, erstere mit "Jugend" seit 14. September im Handel und zweitere mit neuen Livealbum "Live den Lebenden". Und das geniale daran, Sie haben bereits einen gemeinsamen Radiohit, der gar nicht mal so unbekannt ist. "Alles verloren"... AK: Euro 12,- Einlass: 20.00 Uhr www.bauhof.cc
www.binderundkrieglstein.net www.rainervonvielen.de WIR FREUEN UNS AUF EUER KOMMEN!
RAINER VON VIELEN Bevor du an Rap, Dancehall, Elektro-Rock oder sonst etwas vermeintlich hippes denkst, lass uns folgendes unmissverständlich klarstellen: Diese Band gewordene Festung der Umtriebigkeit hat ihre Fundamente im Allgäu. „Von vielen Stilen zu viele?“. No Way! Nenn es Zen-Metal, Teufels-Pop, Breitband-Minimalismus oder LoFi-Glam - Rainer von Vielen machen Bastard-Pop. Dabei mischen sie Einflüsse verschiedener Kulturen so wie DJs Platten: Vermeintlich Gegensätzliches wird zusammengeführt, das Gewohnte zerrissen und somit Neues kreiert. All das zusammen macht Rainer von Vielen zum Cabrio unter den Live-Bands unserer Breiten und lädt ein zum emotionalen Steilwandklettern. Hals- und Beinbruch! „Live den Lebenden“ Vier Musiker – 420000 Kilometer. Sechs Jahre – 600 Konzerte. Ein Leben auf der Straße, in Hotels und Hinterzimmern, in fremden Betten, auf feuchten Böden. Die Allgäuer Band Rainer von Vielen kennt alle Hochs und Tiefs des Tourlebens. Doch Rainer von Vielen (Gesang, Akkordeon), Mitsch Oko (Gitarre), Dan le Tard (Bass) und Niko Lai (Schlagwerk) wissen, wofür sie drei Schlagzeugsets, sechs Reifen- und 180 Saitensätze verschlissen haben. Eine viertel Million Besucher sahen ihre Konzerte auf drei Album-Tourneen. Jetzt ist es für die Band an der Zeit etwas zurückzugeben. Den magischen Moment auf der Bühne, die Einzigartigkeit des Live-Erlebnisses auf ein Album zu bannen, das jenen gewidmet ist: den Fans. „Live den Lebenden“ ist ein Brückenschlag zum tieferen Verständnis einer Musik, die Genregrenzen sprengt und vielschichtig wieder versöhnt. Die 20 Titel bilden ein homogenes Ganzes, eine Live-Show mit ruhigen und wilden Momenten. Eine Geschichte, die erst durch die Reaktion des Publikums geschrieben werden konnte. Songs, die beim einstigen Soloprojekt Rainer von Vielen geboren wurden, sind über die Jahre mit der Entwicklung zur Band gereift: „Räderwerk“, „Was schönes“, „Lass es zu“, „In divi duell diabolo“. Heute spielen die Stücke bei jedem Konzert ein tragende Rolle. Mit der ersten Studioscheibe „0160-98236130“ haben sie oft nur noch Text und Melodie gemein. „Alles verloren“ aus der Zusammenarbeit mit Binder & Krieglstein hallt in Sprechchören bei vielen Auftritten nach. Auf einen Tonträger hat es der Song erst jetzt geschafft. Genauso bekommen die noch unveröffentlichten Bühnen-Hits „Alles sein“, „Vor ein paar Tagen“ und der intensive „Teknoscat“ einen Ehrenplatz im Digi-Pack. „Live den Lebenden“ ist also mehr als ein Best-of-Bühnenklassiker. Es ist eine Retrospekive aus Festival- und Club-Shows der ersten Jahre, in der der Schweiß des Tour-Alltags steckt. Ein Leben von der und für die Musik. Eine Wanderung zwischen den Extremen. Ein echtes Zeugnis, wie eine Fangemeinde die Arbeit von vier Musikern beeinflusst. Mit Liedern, die die Lebenden lieben. BINDER & KRIEGLSTEIN „Jugend. Altern in Würde war gestern“ Das Jungsein als immer dominanteres Element im Leben und im Pop nehmen sich Binder und Krieglstein in ihrem fünften Album vor. War auf der Vorgängerplatte New weird Austria die Volksmusik das bestimmende Motiv, so wird sie diesmal zu einem von vielen. In erster Linie ist Jugend eine frenetische Rückkehr zur elektronischen Popmusik, zu den galoppierenden Beats, die am Dancefloor gleichermaßen funktionieren wie am Tanzboden. Und es ist wie immer bei Binder & Krieglstein: Jeder Titel spricht verschiedene musikalische Sprachen, von Techno und Reggae bis Humpadumpa Quetschkommode – und jeder Track überrascht durch unerwartete Wendungen. Auch der textliche rote Faden des Albums ist das Thema Jugend, das aus mehreren Perspektiven beleuchtet wird. Die elektronische Politur des Albums spiegelt kristallklar die musikalische Sozialisation der über Vierzigjährigen, die seit ihrer Kindheit unter Bedingungen des Pop gedacht, gelernt und gelebt haben. Ihnen bleiben das Gefühl des Jungseins und die Suche nach einer (musikalischen) Revolte als Herausforderung schlechthin. In popkultureller Hinsicht können wir nicht mehr altern, wir sind durch die ständigen Wiederholungen zur ewigen Jugend verdammt. „Würdelos altern“, unlängst von Radiomacher Fritz Ostermayer als Lebensmotto ausgerufen, wird so zur einzigen Möglichkeit, um noch gegen den Mainstream zu verstoßen. Es geht Binder & Krieglstein mit Jugend aber auch um das Spiel der Generationen. Angesichts der musikalischen Retro-Schleifen seit den 90er Jahren interessiert die Frage: Wie gehen die Jungen heute mit Altem und Neuem, mit Wiederholung und Variation, mit Identifikation und Abgrenzung von musikalischen Vorbildern um? Das alles thematisieren Binder & Krieglstein angenehmerweise unter Verzicht sowohl auf den Retro-wie auf den Ironie-Overkill. Ein subtiles – manchmal sogar hinterfotziges – Album für Junge, die viele Musikrichtungen nur als Recycling-Produkt kennenlernen, und für Ältere, die sich noch erinnern können, wie alles begann. Die für Binder & Krieglstein von jeher wichtige Zielgruppe der RadfahrerInnen wird besonders das Lied „Die Jungs“ mögen, das neue Fahrradlied für die urbane und mobile Szene. Rainer Binder-Krieglstein geht wie gewohnt auch für das neue Album eine Reihe von Kooperationen ein. Zuallererst ist da Stammsängerin Makki, daneben Jacques Busch (Spring and the Land), Bernhard Schnur von Snakkerdu Densk, Uwe Bubik (Sans Secours), der Nino aus Wien, Monique Fessl, Raumschiff Engelmayr (Bulbul) und Thomas Petritsch (Effi). | |
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